Das Amateurtheater soll ein sicherer Ort sein
Amateurtheater ist Kreativität.
Amateurtheater ist Vertrauen.
Amateurtheater ist Begegnung.
Doch wie in allen Bereichen unserer Gesellschaft gibt es auch hier Situationen, die uns verunsichern oder die wir nicht immer sofort einordnen können. Grenzverletzungen und Gewalt sind Realität – auch im Amateurtheater. Darum ist es wichtig, hinzuschauen. Nicht aus Misstrauen – sondern um Sicherheit zu schaffen. Damit sich alle wohlfühlen können, braucht es mehr als gute Absichten:
Klare Absprachen.
Eine gemeinsame Haltung.
Schutz für alle Beteiligten.
Ein Schutzkonzept hilft dabei. Lasst uns diesen Weg gemeinsam gehen.
Was ihr auf dieser Seite findet:
- Der Weg:
Warum ein Schutzkonzept wichtig ist - Der erste Schritt:
Wie können wir anfangen? - Die Arbeitshilfe:
Jetzt herunterladen (Schutzkonzept) - Ihr seid nicht allein:
Angebote über den LABW
Warum ein Schutzkonzept wichtig ist
Ein Schutzkonzept hilft, die Bedürfnisse aller Beteiligten bewusst in den Blick zu nehmen.
Es schafft Orientierung und unterstützt dabei, einen sicheren Ort für Begegnung zu gestalten. Amateurtheater lebt von Nähe. Und genau diese Nähe braucht Schutz. Ein Schutzkonzept …
… stärkt das Miteinander.
… macht Grenzen sichtbar.
… gibt Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen.
Es ist kein Extra. Es ist die Basis für ein respektvolles Miteinander.
Wie können wir anfangen?
„Wo sollen wir anfangen?“
„Uns betrifft das doch gar nicht.“
„Dafür haben wir keine Zeit.“
Josefine Hartmann, die den Prozess des Schutzkonzeptes gemeinsam mit Thomas Beier geleitet hat, lädt dazu ein, an das Thema ganz einfach ranzugehen:
“Wenn ich an Amateurtheater denke, denke ich an Gemeinschaft, Kreativität und Geselligkeit. Menschen mit verschiedensten Berufen, Hintergründen und Lebensgeschichten auf und hinter einer Bühne, die sich zusammentun und Kunst erschaffen. Und diese Gemeinschaft ist schützenswert und dieser Schutz sollte sich doch einfach und natürlich anfühlen.
Stellt euch bezogen auf euren Verein diese 3 Fragen:
Darf ich meine Meinung sagen?
Darf ich mitbestimmen?
Darf ich nein sagen?
Und wenn ihr diese Dinge beantworten könnt, sind wir schon mittendrin im Schutzkonzept. Kunst funktioniert nur im geschützten Rahmen. Auf der Bühne, hinter der Bühne, bei der Probe und beim Vereinsfest. Nirgendwo können wir kreativ und glücklich mitarbeiten, wenn wir uns nicht gesehen, wertgeschätzt und geschützt fühlen. Schutz ist kein Bremsklotz, sondern die Basis für ein Miteinander: Erst dort, wo wir uns sicher fühlen, entsteht wirklich Kunst.”
Nicht perfekt starten. Einfach anfangen.
Ein Schutzkonzept entsteht im Prozess. Und der beginnt genau jetzt.
Jetzt herunterladen: Das Schutzkonzept
Der Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg (LABW) hat gemeinsam mit dem BDAT (Bund Deutscher Amateurtheater) über das Projekt Start2Act der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ein dachverbandliches Schutzkonzept entwickelt. Gemeinsam mit engagierten Menschen aus Theatervereinen und -verbänden wurde in etlichen Zoom-Sitzungen und Präsenz-Veranstaltungen diskutiert, gelacht, nachgefragt, festgelegt, hinterfragt und sich eingemischt.
Das Ergebnis ist eine praxisnahe Arbeitshilfe, die ihr euch hier herunterladen könnt.
Dieses Schutzkonzept unterstützt euch dabei:
Vertrauensvolle Ansprechpersonen auszuwählen.
Wirksame Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und anzuwenden.
Sicherheit im Handeln zu bekommen.
Und wichtig:
Viele Dinge gibt es in eurem Verein schon. Sie müssen nur sichtbar gemacht werden.
Angebote über den LABW
Wir unterstützen euch mit:
- Materialien & Vorlagen
- Austauschrunden mit anderen Vereinen
- Online-Fortbildung über den BDAT
- Expert:innen-Pool
- …
Was braucht ihr noch? Was hilft euch wirklich weiter?
Schreibt uns gerne: schutzkonzept@bdat.info.
Wir entwickeln das Angebot gemeinsam mit euch weiter.
Ein Schutzkonzept ist ein Prozess. Es ist nie „fertig“.
Und das ist gut so. Nur so kann ein Schutzkonzept lebendig sein und wirklich gelebt werden. Es wird immer wieder überprüft, angepasst. Es wächst mit euch. Fragt euch immer wieder:
Fühlen sich alle wohl?
Können Dinge angesprochen werden?
Passt unser Konzept noch zu uns?
Ein Schutzkonzept ist ein Prozess. Und der beginnt genau jetzt. 💜
Aber wie können wir das sicherstellen?
Das Amateurtheater spiegelt in seiner Vielfalt Gesellschaft wider.
Daher ist davon auszugehen, dass Übergriffe durch (sexualisierte) Gewalt stattfinden.
Der Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg setzt sich als Dachverband für den Schutz seiner Mitgliedsbühnen und allen beteiligten Theaterakteur:innen ein.
Ein gesundes Miteinander ohne Machtmissbrauch ist die Basis, um das Amateurtheater als Begegnungsort für alle Menschen erlebbar zu machen.
Es braucht eine strukturelle Verankerung in der Amateurtheatertheaterlandschaft.
Nur so können wir nachhaltig ein sicherer Ort sein.
Alle Updates zum Thema gibt es auf dieser Seite.
Wir entwickeln ein dachverbandliches Schutzkonzept
Der BDAT (Bund Deutscher Amateurtheater) und der LABW (Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg) in Kooperation haben eine Förderung erhalten.
Die Förderung macht es möglich, gemeinsam mit euch ein Schutzkonzept zu entwickeln – kein starres Regelwerk, sondern ein praktisches
Handwerkszeug, das jeder Verein individuell nutzen kann.
Ein Schutzkonzept unterstützt euren Verein darin:
- Vertrauensvolle Ansprechpersonen auszuwählen
- Wirksame Präventionsmaßnahmen zu entwicklen und anzuwenden
- kompetent zu handeln, weiterzuhelfen und sich selbst zu schützen, wenn eine Grenzüberschreitung oder ein Verdacht bekannt wird
Für die Entwicklung des dachverbandlichen Schutzkonzeptes haben wir einen Arbeitskreis gegründet.
Aktuell treffen wir uns ca. 1 x im Monat per Zoom und arbeiten Stück für Stück weiter.
Der Arbeitskreis besteht aus ganz verschiedenen Personen – jede:r ist willkommen, der/die Lust hat, sich mit dem Thema zu schäftigen!
Egal, ob schon Vorehrfahrung vorhanden ist oder das Thema „neu“ erscheint.
Ihr habt /Du hast Lust, mitzumachen?
Dann schreib uns eine kurze Mail an schutzkonzept@bdat.info und wir laden euch/dich für das nächste Treffen ein.
Nur gemeinsam schaffen wir es, ein Schutzkonzept zu entwicklen, dass später nicht nur in der Schublade verstaubt sondern wirklich etwas bringt!