Der Staatspreis für Amateurtheater

Lamathea

LAMATHEA ist der einzige Staatspreis für Amateurtheater in Deutschland. Er wird seit 2013 alle zwei Jahre vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg in sieben Kategorien verliehen.

Der Wettbewerb:

In Baden-Württemberg sind allein in den rund 620 Mitgliedsbühnen des Landesverbandes Amateurtheater Baden-Württemberg e.V. (kurz: LABW) über 40.000 Menschen aktiv. Sie veranstalten jährlich knapp 10.000 Aufführungen und generieren mehr als drei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, um lebensnahes, aus der Gesellschaft für die Gesellschaft geschaffenes Theater zu erleben. Alle Bereiche der außerberuflichen darstellenden Kunst – von Schauspiel, Improvisations-, Musik- und Tanztheater über Schul-, Kinder-, Jugend-, Generationen und Seniorentheater, Freilicht- und Mundarttheater bis hin zu Puppen- und Figurentheater sowie Zirkusgruppen – finden sich wieder.

Um die außergewöhnliche künstlerische Leistung und das bürgerschaftliche, kulturelle Engagement dieser Menschen und Gruppen im gesamten Bundesland zu würdigen, setzt das Land Baden-Württemberg mit der Vergabe des Staatspreises seit 2013 ein klares Zeichen: Amateurtheater vereint hohe künstlerische und handwerkliche Qualität, zeigt die Expertise und Wirkkraft von Ehrenamt, gestaltet das lokale und regionale Zusammenleben, ist Wirtschafts- und sanfter Standortfaktor, sowie Nahversorger für Kultur und Bildung. Es ist kulturelle Bildung und Persönlichkeitsbildung, fördert Selbstbewusstsein, Dialogfähigkeit und Empathie. Kurz: Es ist ein bedeutendes Kulturgut, dessen Erhalt und Förderung ein wichtiges Anliegen der Landesregierung ist.

Alle zwei Jahre gehen zwischen 150 und 200 Bewerbungen um den Landesamateurtheaterpreis aus ganz Baden-Württemberg ein. Eine 16-köpfige ehrenamtliche, geschlechterparitätisch besetzte Jury aus professionellen Theaterschaffenden und Expert_innen des Amateurtheaters wählt die Preisträgerinszenierungen in den sechs Spielkategorien sowie die Preisträger_innen in der Sonderkategorie „Lebenswerk und Bürgerschaftliches Engagement“ aus. Die sechs prämierten Ensembles zeigen Ihre Inszenierungen auf dem zweitägigen LAMATHEA-Preisträgerfestival noch einmal. 

Landesverband Amateurtheater Preis Logo

Bewerbungszeitraum:

01. Oktober 2020 bis 01. April 2021 (mit Inszenierungen, die zwischen 01.April 2019 und 31.März 2021 Premiere hatten)
Preisgeld: 2.000,- € (außer „Lebenswerk und Bürgerschaftliches Engagement“)

Das Festival:

Die sechs prämierten Ensembles zeigen Ihre Inszenierungen auf dem zweitägigen LAMATHEA-Preisträgerfestival noch einmal. Am dritten Tag endet des Festival mit der Übergabe der Preise durch eine Vertreter_in der Landesregierung im Rahmen einer feierlichen Preisverleihungsmatinée.  
Das Festival ist Branchentreffen sowie Kulturfest für alle Altersklassen und Sparten, das landesweite Medienöffentlichkeit generiert, lokale und regionale Kulturakteur_innen vernetzt und mehrere Hundert Gäste aus ganz Deutschland in die Gastgeberkommune zieht. Auf die Aufführungen in der letzten Gastgeberkommune Winnenden 2019 entfielen an zwei Tagen über 1.100 Zuschauerinnen und Zuschauer; außerdem besuchten knapp 320 Ehrengäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft die Preisverleihung. 

Preisträger_innenfestival 2021: Samstag, 30.10. und Sonntag, 31.10. Preisträgeraufführungen
Preisverleihung: Montag, 01.11. – jeweils im Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim

Der Landesamateurtheaterpreis „LAMATHEA“ ist ein gemeinsames Projekt des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und des LABW. Das Ministerium schreibt den Wettbewerb aus, vergibt die Preise und das Preisgeld, während der LABW mit der Durchführung des Wettbewerbs, des Festivals und der Preisverleihung betraut ist.  

Unseren Rückblick auf das Preisträger_innenfestival 2019 in Winnenden finden Sie hier.