Aktuelle CoronaVO (ab 02. November gültige Fassung):

Seit 02. November gilt eine neue Version der CoronaVO des Landes, auf Basis derer bis 30. November 2020 landesweit folgende Regelungen gelten:

- „Musikvereine und Chöre sowie alle anderen Sparten der Breitenkultur dürfen keine Veranstaltungen oder Proben durchführen“ (Website des Wissenschaftsministeriums BW)
- Weiterbildungseinrichtungen „offen für Bildungsangebote unter Einhaltung der AHA+L-Regeln“ (setzt Raumgröße voraus, die Abstandseinhaltung gewährleistet) bzw. für „theoretische Seminare“ (Website des Landes Baden-Württemberg). Entsprechend sind Bewegungs-, Sportkurse usw. untersagt. Für weitere Details siehe CoronaVO Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen (Website des Kultusministeriums BW).

Die gesellschaftliche Solidarität und unser soziales Verantwortungsgefühl stellen außer Frage, dass auch wir als Breitenkultur unseren Teil dazu beitragen, eine Überlastung des Gesundheitswesens und eine unkontrollierbare Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Dass für die entstandenen Proben- und Aufführungsausfälle im November, welche die Spielpläne bis 2021 und 2022 beeinflussen werden, unbürokratische Ausnahmeregelungen und ggf. -entschädigungen vonnöten sind, haben wir mit unseren Partnerinnen und Partnern in Politik und Verwaltung frühzeitig und eindringlich kommuniziert und werden das weiter tun. Zu diesen und weiteren Positionen stimmt sich das Präsidium des LABW derzeit intern sowie mit weiteren Partnerverbänden usw. ab.

Wir können Ihnen zurückspiegeln, liebe Bühnen: Verwaltung und Politik haben die Notlage, aber auch das Verantwortungsbewusstsein der Amateurtheater, „auf dem Schirm“. Dass wir alle über die vergangenen Monate hinweg hervorragende, tragfähige Hygienekonzepte erarbeitet und erprobt haben und unsere Veranstaltungen nicht zu Infektionsherden geworden sind, ist dort sehr positiv zur Kenntnis genommen worden und wird nicht vergessen werden. Gleichzeitig möchten wir auch nicht mit denjenigen tauschen, die die derzeit gültigen und immer wieder anzupassenden Regelungen zu entscheiden haben.

CoronaVO des Landes in der ab 19. Oktober gültigen Fassung

Seit Montag, 19. Oktober gilt wieder eine aktualisierte Form der Corona-Verordnung (CVO).

Im Folgenden fassen wir die für uns im Amateurtheaterbetrieb relevanten aktuellen Regelungen zusammen. Dazu greifen wir auf die CoronaVO des Landes (Stand: 19. Oktober), die CoronaVO Studienbetrieb und Kunst (Stand: 19. Oktober) sowie auf die FAQs Kulturbetrieb auf der Seite des Wissenschaftsministeriums zurück. Letztere haben die Fachjuristinnen und -juristen des Ministeriums in den vergangenen Wochen und Monaten mit detaillierten und praxisnahen Erklärungen gefüllt, sodass sie zu einer überaus informativen Tippsammlung geworden sind. Wir empfehlen Ihnen, sich bei Unklarheiten zunächst durch diese drei Quellen zu lesen – für darüber hinausgehende Fragen stehen wir wie gewohnt gerne zur Verfügung, unter mail@amateurtheater-bw.de, raphael.wohlfahrt@amateurtheater-bw.de und marcus.joos@amateurtheater-bw.de.

Bitte beachten Sie in Ihrer Veranstaltungsplanung auch etwaige örtliche und / oder landkreisweite Einschränkungen und stimmen Sie sich in Ihrer Planung mit den örtlichen Behörden ab.

a.) Hier in aller Kürze die für uns relevantesten Veränderungen seit der letztgültigen Fassung der VO:

1.) Zusätzlich zu sämtlichen Verkehrswegen herrscht nun auch in allen Publikumsbereichen Maskenpflicht (nicht nur auf den Gängen, sondern auch während der Vorstellung am Platz). Einzige Ausnahme davon stellt der Verzehr von Lebensmitteln dar, für dessen Dauer die Mundnasebedeckung abgenommen werden darf. Allerdings: „Der Verzehr von Speisen und Getränken darf nicht dazu verwendet werden, um die grundsätzlich bestehende Maskenpflicht zu umgehen“ (Ziffer 10 FAQs Kulturbetrieb (Seite des Wissenschaftsministeriums)).

2.) Die CoronaVO untersagt Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmenden. Unter bestimmten Bedingungen (siehe unten) sind jedoch Veranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmenden möglich. In beiden Fällen gilt: „Bei der Bemessung der Teilnehmerzahl bleiben Beschäftigte und sonstige Mitwirkende an der Veranstaltung außer Betracht“ (CoronaVO § 10 Abs. 3).

3.) Bei Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmenden dürfen bis zu zehn Personen (statt bisher 20) ohne Einhaltung des Mindestabstandes zueinander zusammengesetzt werden, wenn sie glaubhaft machen können, dass sie die Veranstaltung als Gruppe besuchen / wenn sie sich gemeinsam angemeldet haben. Bei Veranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmenden dürfen bis zu vier Personen ohne Einhaltung des Mindestabstandes zueinander zusammengesetzt werden, wenn sie die Tickets gemeinsam bestellt haben (siehe Ziffer 8 FAQs Kulturbetrieb (Seite des Wissenschaftsministeriums)).

4.) Wer eine Veranstaltung durchführt, muss ein individuelles, schriftliches Hygienekonzept erstellen. Bei Veranstaltungen mit über 100 und bis zu 500 Teilnehmenden, muss dieses Hygienekonzept nun vor Stattfinden der Veranstaltung der zuständigen Behörde vorliegen.

b.) Zusammenfassung: Veranstaltungen und Bedingungen für deren Durchführung (jeweils zitiert aus den FAQs Kulturbetrieb)

Proben
(Ziffer 14 FAQs Kulturbetrieb (Seite des Wissenschaftsministeriums)):

„Nach § 10 Abs. 6 der Corona-Verordnung sind Proben als eigenständige Veranstaltungen anzusehen und grundsätzlich zulässig. Um eine Probe tatsächlich durchführen zu können, muss von den Verantwortlichen allerdings Folgendes gewährleistet werden:

  • die Einhaltung der Hygieneanforderungen nach § 4 der Corona-Verordnung,
  • die Erstellung eines individuellen, schriftlichen Hygienekonzepts für die Probe (§ 5 der Corona-Verordnung),
  • die Verarbeitung der Kontaktdaten sämtlicher Mitwirkender und Anwesender (§ 6 der Corona-Verordnung),
  • ein Zutritts- und Teilnahmeverbot für Personen, die Ansteckungssymptome aufweisen, in den letzten 14 Tagen Kontakt mit Corona-infizierten Menschen hatten oder entgegen § 3 Absatz 1 der Corona-Verordnung (und § 3 Abs. 2 der Corona-Verordnung Studienbetrieb und Kunst) keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen (§ 7 der Corona-Verordnung),
  • die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften nach § 8 der Corona-Verordnung,
  • ggf. zusätzlich bei öffentlich zugänglichen Veranstaltungen der Kunst- und Kultureinrichtungen nach § 3 Abs. 2 der Corona-Verordnung Studienbetrieb und Kunst des Wissenschaftsministeriums: die Beachtung der Pflicht zum Tragen einer Mund--Nasen-Bedeckung im Sinne des § 3 Corona-Verordnung auf den Verkehrswegen, Verkehrsflächen und in allen Publikumsbereichen (auch am Sitzplatz im Publikum); im Übrigen besteht auch in den für den Publikumsverkehr eröffneten Bereichen in öffentlichen Einrichtungen eine Mundschutzpflicht. Unabhängig davon wird den Verantwortlichen dringend empfohlen, im Vorfeld und im Nachgang der Probe auf den Verkehrswegen zur und von der Probe eine Mundschutzpflicht anzuordnen.

(…) Ergänzend dazu werden folgende Hinweise gegeben:

  • Die Mitwirkenden sollten auf Körperkontakte, Händeschütteln und Umarmungen unbedingt verzichten.
  • Bei Proben in geschlossenen Räumen sollte alle 15 Minuten stoßgelüftet werden (siehe hierzu auch die „Empfehlung der Bundesregierung zum infektionsschutzgerechten Lüften“)
  • Es sollte in möglichst großen Räumen geprobt werden (die Mindestraumgröße ergibt sich indirekt auch aus der Einhaltung der Abstandsregeln).
  • Sofern die Möglichkeit besteht, Proben auf nicht-öffentlichen Freiflächen durchzuführen (zum Beispiel in Innenhöfen von Kultureinrichtungen, in privaten Gärten, nicht aber in kommunalen Parks oder auf öffentlichen Plätzen), sollte davon Gebrauch gemacht werden.“

Weiterhin gilt: Bei Gewährleistung der Einhaltung der Abstandsregeln zueinander ist von den Spielenden auf der Bühne keine Mundnasenbedeckung zu tragen!


Publikumsveranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmenden (abzgl. Mitwirkende) (Ziffer 2 FAQs Kulturbetrieb (Seite des Wissenschaftsministeriums)):

„Wer eine Veranstaltung im Sinne des § 10 Abs. 6 der Corona-Verordnung durchführt, muss Folgendes gewährleisten:

  • die Einhaltung der Hygieneanforderungen nach § 4 der Corona-Verordnung,
  • die Erstellung eines individuellen, schriftlichen Hygienekonzepts für die Veranstaltung (§ 5 der Corona-Verordnung),
  • die Verarbeitung der Kontaktdaten sämtlicher Mitwirkender, Besucherinnen und Besucher (§ 6 der Corona-Verordnung),
  • ein Zutritts- und Teilnahmeverbot für Personen, die Ansteckungssymptome aufweisen, in den letzten 14 Tagen Kontakt mit Corona infizierten Menschen hatten oder entgegen § 3 Absatz 1 der Corona-Verordnung i. V. m. § 3 Abs. 2 der Corona-Verordnung Studienbetrieb und Kunst) keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen (§ 7 der Corona-Verordnung),
  • die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften nach § 8 der Corona-Verordnung (z. B. auch die branchenspezifische Handlungshilfe der VBG Verwaltungs-Berufsgenossenschaft „SARS-CoV-2- Arbeitsschutzstandard – Empfehlungen für die Branche Bühnen und Studios“),
  • zusätzlich bei öffentlich zugänglichen Veranstaltungen der Kunst- und Kultureinrichtungen und in Kinos nach § 3 Abs. 2 der Corona-Verordnung Studienbetrieb und Kunst des Wissenschaftsministeriums: die Beachtung der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne des § 3 der Corona-Verordnung auf den Verkehrswegen, Verkehrsflächen und in allen Publikumsbereichen. Die Mund- und Nasenbedeckung muss auch am Sitzplatz während der Vorstellung getragen werden (zum Konsum von Lebensmitteln und zur Inanspruchnahme von gastronomischen Dienstleistungen siehe Erläuterungen unter Ziff. 10).“

Bei einer Teilnehmendenzahl bis 100 Personen müssen, insofern die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsanforderungen gewährleistet ist, keine festen Sitzplätze zugewiesen werden, d.h. Theaterspaziergänge, Walk-Acts usw. sind möglich.

Weiterhin gilt: Bei Gewährleistung der Einhaltung der Abstandsregeln zueinander ist von den Spielenden auf der Bühne keine Mundnasenbedeckung zu tragen!

 

Publikumsveranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmenden (abzgl. Mitwirkende) (Ziffer 3 FAQs Kulturbetrieb (Seite des Wissenschaftsministeriums)):

„Die allgemeine Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 100 Personen kann bei Veranstaltungen der Kunst- und Kultureinrichtungen einschließlich Kinos auf bis zu 500 Personen erhöht werden. Unerheblich ist, ob die Veranstaltung in einer Kunst- und Kultureinrichtung bzw. im Kino selbst oder aber in einer (für den Zweck der Durchführung einer Kunst-, Kultur- oder Kinoveranstaltung) angemieteten Räumlichkeit stattfindet. Bei Veranstaltungen mit Publikum bleiben Beschäftigte und sonstige Mitwirkende bei der Bemessung der Teilnehmerzahl außer Betracht.

Die in Ziff. 2 genannten allgemeinen Vorgaben für Veranstaltungen müssen erfüllt sein.

Nach § 5 Abs. 3 der Corona-Verordnung Studienbetrieb und Kunst muss zusätzlich

  • den Teilnehmenden für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern in alle Richtungen zugewiesen werden; außerdem dürfen abgesehen von den Fällen des § 9 Abs. 2 der Corona-Verordnung (dies betrifft den gemeinsamen Hausstand und enge Verwandte, siehe unten) bis zu vier Teilnehmenden Sitzplätze ohne Abstand zugewiesen werden, sofern deren Tickets gemeinsam bestellt wurden,
  • von den Teilnehmenden auf den Verkehrswegen, Verkehrsflächen und in allen Publikumsbereichen auch am Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden (zum Konsum von Lebensmitteln und zur Inanspruchnahme von gastronomischen Dienstleistungen siehe Erläuterungen unter Ziff. 10),
     
  • die Veranstaltung einem im Vorhinein festgelegten Programm folgen und
     
  • der zuständigen Behörde vorab ein entsprechendes Hygienekonzept vorgelegt werden.

Ohne Abstand dürfen nur zwei gemeinsame Haushalte und engere Verwandte im Sinne des § 9 Abs. 2 der Corona-Verordnung im Zuschauerraum platziert werden.

Außerdem können bis zu vier Teilnehmenden Sitzplätze ohne Abstand zugewiesen werden, sofern deren Tickets gemeinsam bestellt wurden. § 9 Abs. 1 der Corona-Verordnung ist in Bezug auf die Abstände bei Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmenden seit dem 19. Oktober 2020 nicht mehr maßgeblich.

Es genügt, dass das Hygienekonzept der zuständigen Behörde vor der Veranstaltung vorgelegt wird. Ein formales Genehmigungsverfahren ist nicht vorgesehen.“

Weiterhin gilt: Bei Gewährleistung der Einhaltung der Abstandsregeln zueinander ist von den Spielenden auf der Bühne keine Mundnasenbedeckung zu tragen!

Zusammenfassend lässt sich sagen: Das unbedingte Wille der Politik und Verwaltung, den Betrieb der Kulturtreibenden geöffnet und aufrecht zu erhalten, ist in diesen Regelungen spürbar – für diese Wertschätzung und Unterstützung sind wir dankbar.

Corona-Verordnung vom 30.09. (in Kraft bis 30.11.)

Oktober 2020: LIEBE BÜHNEN, BITTE BEACHTEN SIE: DIE ABSTANDSREGELN AUF DER BÜHNE UND IM ZUSEHENDENRAUM IM PROBEN- UND SPIELBETRIEB HABEN SICH SEIT DER LETZTEN LANDESVERORDNUNG (01. JULI) NICHT VERÄNDERT. BITTE SCROLLEN SIE FÜR DETAILINFORMATIONEN ENTSPRECHEND NACH UNTEN. ÜBER DIE ABSTANDSREGELN HINAUS BESTEHEN EMPFEHLUNGEN FÜR DEN BÜHNENBETRIEB, z.B. hier (Website der Genossenschaft / Unfallversicherung VBG) oder hier (Website des BDAT).

Liebe Bühnen des LABW,

zum 30.09. trat die bisherige Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg außer Kraft bzw. wurde erneut bis 30.11. verlängert und ergänzt.
Hier ein bündiges Update.

  1. Was ist neu?

Zunächst nicht viel, außer dass die Corona-Verordnung bis 30. November verlängert wird. Hier die für uns wichtigsten Änderungen (zitiert von https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/, Hervorhebungen eigene):

  • Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg wird bis zum 30. November 2020 verlängert.
  • Die Maskenpflicht gilt nun auch für Kundinnen und Kunden in Gaststätten, Restaurants, Bars etc., wenn Sie sich nicht am Platz befinden – etwa auf dem Weg zum Tisch, zur Toilette oder zum Buffet.
  • Die Maskenpflicht gilt ferner nun auch in Freizeitparks und Vergnügungsstätten in geschlossenen Räumen und in Wartebereichen.
  • Es gibt ein Zutritts- und Teilnahmeverbot bei Verstoß gegen die Maskenpflicht.
  • Wer aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen kann, muss dies nun in der Regel durch eine ärztliche Bescheinigung
  • Verantwortliche müssen Besucherinnen und Besucher sowie Kundinnen und Kunden ihrer Einrichtungen bzw. Geschäfte über die Maskenpflicht informieren.
  • Die Beschreibung der typischen Symptomeeiner COVID-19 Erkrankung wird an die neuesten Erkenntnisse der Robert Koch-Instituts angepasst.
  • Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmenden bleiben weiterhin untersagt.
  • Die Beschränkungen für Veranstaltungen und Betriebsverbote werden unabhängig von der Laufzeit der Verordnung laufend im Hinblick auf das aktuelle Infektionsgeschehen überprüft und gegebenenfalls umgehend angepasst.

Der letzte Satz bedeutet, dass wir flexibel bleiben und je nach Infektionslage unsere Konzepte anpassen müssen.
Ergänzend dazu zwei Hinweise:
- Grundsätzlich raten wir Ihnen, sich immer mit Ihrer örtlichen Verwaltungsbehörde (Hauptamt / Ordnungsamt, ggf. Gesundheitsamt) abzusprechen, wenn Sie planen, Proben wiederaufzunehmen oder Veranstaltungen abzuhalten. Die Kommunen und Landkreise legen die Verordnung ganz unterschiedlich eng oder weit aus.
- Bereits Mitte September hat die Landesregierung ein dreistufiges Stufensystem vorgestellt, auf Basis dessen bei Überschreitung von Grenzwerten der 7-Tage-Inzidenz regionale Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ergriffen werden können (Website des Sozialministeriums BW). Wir verstehen die Einrichtung dieses Systems so, dass damit möglichst verhindern werden soll, dass wieder bundes- oder landesweite Einschränkungen des öffentlichen Lebens veranlasst werden müssen, und dass ggf. bei entsprechend hohen örtlichen Fallzahlen Veranstaltungen auch kurzfristig untersagt werden können.

Über die aktuellen Regelungen informieren wir immer auf unserer Website unter „Corona-Neuigkeiten“; dort finden Sie auch Handreichungen zum Download.

Alles rund um die Verordnung finden Sie auch auf der Website des Landes Baden-Württemberg.

  1. Veranstaltungshinweis: Seminar zu Hygienekonzepten für Veranstaltungen

    Unser digitales Seminar rund um Hygienekonzepte ist zurück! Nachdem LABW-Vizepräsident und -Künstlerischer Leiter Marcus Joos im Sommer über Hygienekonzepte für den Probenbetrieb informierte, macht er Sie in seinem neuen Seminar fit für Hygienekonzepte für Veranstaltungen. „Ins Spiel kommen – Hygienekonzepte 2.0“ mit dem Schwerpunkt Veranstaltungen findet an vier Terminen im Oktober online per ZOOM statt: 05./12./14./15. Oktober 2020. Kostenpunkt 20,- € pro Teilnehmer_in. Bitte melden Sie sich hier auf unserer Website an:

Detailfragen zu den aktuellen Regelungen stellen Sie bitte in der Schulung oder per Mail an raphael.wohlfahrt@amateurtheater-bw.de.

 

Kommen Sie gut durch diese Zeiten und melden Sie sich, wenn Sie Unterstützung brauchen. Wir tun was wir können, bitten aber um Verständnis, dass wir derzeit personell knapp besetzt sind und deshalb Anfragen auch rechtzeitig zu stellen sind. Zudem werden Mitgliedsbühnen bevorzugt behandelt.

Wie gewohnt hören Sie wieder von uns, sobald uns neue Informationen zu den aktuellen Regelungen erreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der LABW-Geschäftsstelle

14. Juli 2020: Einordnung und Empfehlungen zur neuen Corona-Verordnung (in Kraft ab 01. Juli 2020)

es gibt seit Mitte der Woche Neuerungen und wir versuchen die Änderungen, die bereits ab 1. Juli gelten, kurz zusammen zu fassen und ggf. zu erläutern.

Die neue Landesverordnung ab 01.07. gilt bis 30.09. und fasst viele der Unterverordnungen zusammen, so auch die Veranstaltungsverordnung, die für uns relevant ist. Es gibt zwar noch ein paar Sonder-/ Zusatzverordnungen bestimmter Bereiche und auch bleibt es jedem Fachministerium überlassen, im Bedarfsfall eine entsprechende Verordnung zu erlassen, doch Stand heute ist das Thema Veranstaltungen in die Gesamt-Landesverordnung integriert. Details bzw. Erläuterungen werden fortlaufend in den FAQs auf der Seite des Ministeriums veröffentlicht.

Hier der Link zur Verordnung:

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/corona-verordnung-ab-1-juli-2020/

Am 1.Juli hat sich an den Grundbestimmungen (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) nichts geändert. Neu sind lediglich einige Lockerungen in bestimmten Bereichen.

Nach der ersten Lesart, ausführlicher Recherche und bereits erfolgter Rücksprache mit dem Ministerium gingen wir davon aus, dass die Lockerungen im privaten Bereich (bis 20 Personen ohne Abstand und Maske), auch aufgrund der Anwendung im Bereich Sport, übertragbar sind auf die Bühne.

Da aber das Virus weiterhin keinen Unterschied zwischen Amateuren und Profis macht und wir ja auch in anderen Bereichen den Profischauspieler_innen gleichgestellt sind, ist eine allgemeine Lockerung dennoch nicht möglich. Hier müssen wir unsere letzte Rundmail korrigieren!

Bis auf Weiteres gilt wie bisher: 1,5 m Abstand auch auf der Bühne!
Man muss hier unterscheiden zwischen Ansammlungen (privat bis 20 Personen) oder Veranstaltungen – Proben zählen weiterhin als Veranstaltungen! Und es gilt der Arbeitsschutz (VBG) als dringende Empfehlung. Unser Fachministerium hat das nochmals mit seinen Juristen geprüft. Wenn der Verein zu etwas einlädt, gilt, was im Bereich Kunst und Kultur gültig ist – wie bei den Profis. Die Regeln beim Sport können hier nicht vergleichend herangezogen werden. 

Ebenfalls hat sich nicht geändert, dass bei Veranstaltungen Hygienekonzept, Datenerfassung, Reinigung, Lüften, etc. beachtet werden müssen. Die Datenerfassung enthält inzwischen: Vor- und Nachname, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit und, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse. Bitte beachten!

Nun dürfen im Bereich der Handhygiene auch z.B. neben Papierhandtüchern auch andere gleichwertige Handtrockenvorrichtungen genutzt werden (z.B. Rollen, Lufttrockner).

Eine andere Sache müssen wir dafür ebenfalls aktualisieren: Unter Umständen dürfen Gruppen bis 20 Personen im Publikum zusammen gesetzt werden und dabei den Abstand von 1,5 m zueinander dauerhaft unterschreiten. Diese müssen nicht miteinander verwandt sein, aber sich bereits im Vorfeld der Veranstaltung als Gruppe definiert haben (z.B. in der Voranmeldung / bei der Kartenreservierung). Diese müssen aber weiterhin zu allen anderen 1,5m Abstand halten. Je nach Raum ist aber hierdurch eine kleine Verbesserung bei der Platzausnutzung möglich. Die Verordnung empfiehlt hier ein Voranmeldungssystem bzw. elektronischen Kartenverkauf.

Bühnen, die Unterricht geben (z.B. Freilichtbühnen mit Ballettschulen, Ausbildungsstätten, Musikschulen, etc.) sollten sich bitte die Verordnung des Kultusministeriums für Musikschulen anschauen und ggf. berücksichtigen:

https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Ablage+Einzelseiten+gemischte+Themen/CoronaVO+Musikschulen+ab+1_+Juli

Alle aktuellen Fragen werden auch in der überarbeiteten FAQ-Liste des Ministeriums erläutert:

https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-informationen-zu-corona/faq-oeffnungen-kunst-und-kultur/

Und auch die allgemeinen FAQs zur Landesverordnung sind hilfreich in vielen Fragen:

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/faq-corona-verordnung/

Wir wissen, dass diese Regeln immer noch eine Herausforderung darstellen für viele Bühnen. Die neue Struktur der Verordnung gibt uns Verantwortung für unsere Entscheidungen in unsere Hände zurück, denn manches kann nicht einfach als konkrete Regel vorgegeben werden. Überlegt bei dem Erstellen Eurer Regeln und Konzepte, ob euch das selbst überzeugt, was ihr entscheidet. Wir tragen die Verantwortung für die Sicherheit der Mitwirkenden und Zuschauer. Das sollte uns bewusst sein beim Gestalten.

Fragen die nun noch offen sind, dürfen auch uns jederzeit – am Besten per Mail gestellt werden.

Wir versuchen euch weiterhin auf dem Laufenden zu halten, nutzt auch unsere Sonderseite zu Corona unter

http://amateurtheater-bw.de/index.php/de/corona-neuigkeiten.html

Fördermöglichkeiten rund um Corona findet ihr zusammengefasst unter:

https://vereintzusammen.info/wp-content/uploads/2020/07/20_06_18-Förderung-Corona.pdf

Gemeinsam durch die wilde Zeit – vielen Dank an alle von euch, die sich trotz Widrigkeiten wieder trauen, Kultur zu machen. Unsere Gesellschaft kann es brauchen. Und an alle anderen: nutzt die Zeit und macht euch fit für die Zukunft. Das ist genauso wichtig. Wofür ihr euch auch immer entscheidet – wir sind gerne dabei und helfen wo möglich.

Ergänzend:

Ab 20 bis 100 Personen:

  • Liste der Teilnehmenden führen (wie bisher)!
  • Bei privaten Feiern bis 100: kein Hygienekonzept nötig
  • Bei Veranstaltungen bis 100*: keine feste Sitzplatzzuordnung nötig, aber Hygienekonzept und Abstandsgebot wie bisher
  • Bei Proben über 20 und bis 100 Personen: Hygienekonzept und Abstandsgebot wie bisher
  • Keine angemietete Location mehr nötig – privater und öffentlicher Raum sind gleich bei privaten Feiern

Also Theaterspaziergänge definitiv wieder erlaubt, freie Platzwahl wieder erlaubt (dennoch überlegen ob im Sinne der Nachverfolgung feste Plätze nicht besser sind).

Bis 250 Personen* (wieder erlaubt):

  • Fest zugewiesene Plätze nötig
  • Die Veranstaltung muss einem im Vorhinein festgelegten Ablauf folgen
  • Ab 1. August erweitert sich diese Zahl auf bis zu 500 Personen
  • Die gesamte Verordnung gilt zunächst bis zum 31.8.2020 bzw. bis eine andere diese ablöst.

Generell gilt für Mitarbeitende v.a. in der Gastronomie und im Handel Maskenpflicht bei Kundenkontakt, es sei denn es gibt eine andere vergleichbare Infektionsschutzeinrichtung (z.B. Schutzwand). TIPP FÜR ALLE BÜHNEN MIT BEWIRTUNGSBETRIEB: Die Regelungen für die Gastronomie waren bis dato per Unterverordnung gefasst; zum 01. Juli sind sie in der neuen allgemeinen Landesverordnung aufgegangen. Die Regelungen für euch sind also aus ihr abzuleiten - der Gaststättenverband DEHOGA fasst hier hilfreich zusammen und gibt Empfehlungen ab: 
https://www.dehoga-corona.de/wiedereroeffnung/verordnungen-der-bundeslaender/baden-wuerttemberg/

* Die Beschäftigen und Mitwirkenden, insbesondere künstlerisches und technisches Personal, werden bei der zulässigen Personenzahl für Veranstaltungen NICHT mitgezählt.

 

Als Landesverband freuen wir uns über die Lockerungen, die unsere Arbeit schneller als erwartet wieder erleichtern. Gleichwohl sehen wir die Empfehlung weiterhin Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und unterstützen diese Empfehlung mit Nachdruck. Außerdem möchten wir ergänzen: Vereinsveranstaltungen und -versammlungen sind keine privaten Veranstaltungen.

Amateurtheater tragen eine doppelte gesellschaftliche Verantwortung gegenüber Mitwirkenden und Zuschauern und wir möchten dazu beitragen, das Virus weiterhin einzudämmen. Zahlreiche Bühnen, die jetzt wieder ihren Betrieb aufnehmen, werden das besonnen und verantwortungsbewusst tun.

Wir freuen uns auch wieder kulturelles Leben gestalten zu dürfen und so Lebensfreude, Werte und sozialen Zusammenhalt einzubringen.

Der Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg wünscht viel Freude bei der Arbeit unter den neuen Bedingungen.

 

Das Präsidium und die Geschäftsstelle des LABW

 

PS: Sollten auch nach der Durchsicht der Ministeriums-FAQs (siehe oben) weitere Fragen auftauchen, bitte unter raphael.wohlfahrt@amateurtheater-bw.de oder marcus.joos@amateurtheater-bw.de melden.

 


25. Juni 2020: Hilfe für die Breitenkultur kommt!

Liebe Mitgliedsbühnen,
wir haben großartige Nachrichten aus dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst! Wie in der aktuellen Pressemitteilung hier nachzulesen ist, wird das Ministerium eine Soforthilfe für die Breitenkultur einrichten, d.h. auch für die Mitgliedsbühnen des LABW. D.h., jede unserer Mitgliedsbühnen wird berechtigt sein, einen Antrag auf Gewährung der Soforthilfesumme zu stellen. (Die Höhe der Summe wird sich nach der Anzahl der beim LABW gemeldeten Mitglieder richten und im höheren dreistelligen bzw. niedrigen vierstelligen Bereich bewegen.)
Über das exakte Antragsprozedere, die Form der Anträge usw. soll spätestens im Laufe der kommenden Woche Klarheit herrschen. Wir informieren Sie also, sobald die Antragsstellung möglich ist und stehen dann selbstverständlich wie gewohnt für Fragen zur Verfügung. Stand heute kennen wir diese Details jedoch selbst noch nicht, können diesbezügliche Nachfragen also noch nicht seriös beantworten.
Wir bedanken uns bei unserem Zuschussgeber, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, für das (An-)Erkennen der Bedarfe der kulturschaffenden und Gesellschaft gestaltenden Amateure im Land. Eine solch verlässliche Unterstützung ist alles andere als selbstverständlich.
Darüber hinaus planen wir, in den kommenden Wochen eine Übersicht über die aktuell verfügbaren und uns bekannten Fördermöglichkeiten zu erstellen und an Sie zu verschicken, die Ihnen hilft, das passende Förderprogramm für Ihre derzeitigen Bedarfe zu finden.
Kurz gesagt: Wir bitten noch um etwas Geduld, aber gemeinsam schaffen wir den Weg durch diese herausfordernde Zeit!
Herzliche Grüße
Ihr Team der LABW-Geschäftsstelle

29. Mai 2020: Verordnung Veranstaltungen und Hygienekonzept

Nachtrag zum Untenstehenden: Corona-Verordnung Veranstaltungen (29. Mai, in Kraft bis 31. August 2020)

Liebe Mitgliedsbühnen, (Stuttgart, 29. Mai 2020)

für die rege Beteiligung am kollegialen Austausch am Mittwochabend via ZOOM sowie für das herzliche, motivierende Feedback möchten wir uns von Herzen bedanken. Danke für die freigesetzte Energie – möge sie uns alle durch die Herausforderungen der kommenden Wochen und Monate tragen. Wenn wir zusammenstehen und einander unterstützen, können wir da Vieles schaffen.

Für alle, die nicht dabei sein konnten, aber auch für alle, die dabei waren, fassen wir im Folgenden den aktuellen Kenntnisstand zu Proben- und Veranstaltungsregelungen, Hygienekonzept und Fördermöglichkeiten zusammen. Bitte beachtet wie gewohnt: Der LABW, seine Angestellten und ehrenamtlichen Vertreter_innen sind nicht befugt, rechtgültige Auskünfte und / oder eine Rechtsberatung anzubieten. Die folgenden Informationen haben wir also lediglich nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen, sie verstehen sich ohne Gewähr und können sich jederzeit ändern.

Die Landesregierung informiert hier über die aktuelle Coronaverordnung Stand 26. Mai 2020. Vorangestellt findet sich auf der Website die Passage „Die wesentlichen Änderungen vom 26. Mai 2020“, aus der wir im Folgenden zitieren.

Kurz zusammengefasst, wird das Proben unter ganz bestimmten Auflagen ab 01. Juni wieder möglich sein („Künftig dürfen im privaten Raum bis zu zehn statt wie bisher nur fünf Personen aus mehreren Haushalten zusammenkommen. Die Beschränkung auf zehn Personen gilt weiterhin nicht für Verwandte (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder, Geschwister und deren Nachkommen) sowie die Angehörigen des gleichen Haushalts und deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner oder Partnerinnen und Partner.“; „Ab dem 1. Juni können private Veranstaltungen in öffentlich mietbaren Einrichtungen – also beispielsweise Restaurants oder Veranstaltungsstätten – im Innenraum mit bis zu zehn Teilnehmenden sowie im Außenbereich mit bis zu 20 Teilnehmenden wieder stattfinden, etwa Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Taufen“).

Vergleichbares gilt für bestimmte (Publikums-)Veranstaltungen („Nicht private Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen dürfen ab dem 1. Juni mit bis zu 100 Teilnehmenden stattfinden. … Zu dieser Veranstaltungsart gehören etwa Konzerte, Theater, kleinere Festivals mit Sitzplätzen, Vortragsveranstaltungen, Kino, Veranstaltungen von Vereinen, Parteien, Unternehmen wie Betriebsversammlungen oder Aktionärsversammlungen oder Behörden, Examens- und Abschlussveranstaltungen. Das heißt, zum 1. Juni können Kultureinrichtungen und Kinos mit festen Sitzplätzen für bis zu 100 Teilnehmende wieder öffnen. Hierzu wird zeitnah noch eine gesonderte Verordnung erlassen, die Fragen zu Hygienevorschriften und Abstandsregeln beinhaltet.“ ; „Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmenden werden bis zum Ablauf des 31. August 2020 untersagt“).

Für beide Betätigungen gilt: Der Betrieb kann ausschließlich unter der Bedingung wiederaufgenommen werden, dass ein Hygienekonzept für den Proben- / Spielbetrieb vorliegt, welches im besten, von uns empfohlenen Fall mit der zuständigen örtlichen Behörde (i.d.R. Gesundheits- oder Landratsamt) abgestimmt sowie auf Verlangen vorzuzeigen ist! (Die Abstimmung mit der Behörde ist nicht verpflichtet, die Möglichkeit des Vorzeigens sehr wohl.) Dieses ist vom Betreiber der betreffenden Räumlichkeit vorzulegen, d.h. dem Vermieter eurer Proben- / Spielräume, oder euch selbst, falls ihr Eigentümer seid. Welche Maßnahmen im Einzelnen erforderlich und geeignet sind, um das Infektionsrisiko zu minimieren, und damit ins Hygienekonzept einzufließen haben, unterscheidet sich zwischen jeder Sportart oder Kultursparte. In der Praxis seid also gegenüber eurem Vermieter / eurer Vermieterin ihr die „Expert_innen“ für das Hygienekonzept für die Theaterprobe und solltet es im engen Austausch erstellen.

Im Folgenden gehen wir auf das Thema „Hygienekonzept für Theaterproben“ ein; wie ihr oben lest, wird zum Thema „Hygiene bei Publikumsveranstaltungen“ noch eine gesonderte Verordnung erlassen. Wie gewohnt informieren wir euch, sobald wir mehr wissen. Bis dahin zum Thema nur folgende Anmerkungen: Bei jeglichen Publikumsveranstaltungen wird es auch darum gehen, ein tragfähiges Konzept zu erstellen, wie beim Besucherzustrom ein Abstand von mind. 1,5 m zwischen den Einzelnen (sowie ggü. ggf. Einlass- / Kartenpersonal) gewährleistet werden kann. Dasselbe gilt beim Sitzen: In jede Himmelsrichtung muss mindestens 1,5 m Abstand zwischen der sitzenden Zuschauerin und dem nächsten sitzenden Zuschauer gewährleistet sein. D.h. bei fest montierter Bestuhlung z.B., nur jede zweite Reihe zu vergeben und innerhalb der Reihen entsprechend nur jeden zweiten oder dritten Platz. Die auf der Website des Landes genannten „festen Sitzplätze“ beziehen sich nicht darauf, dass die Sitzgelegenheiten fest montiert sein müssen, sondern dass die Sitze nummeriert sein müssen, sodass nachvollziehbar bleibt, wer an welcher Stelle saß. Schließlich wird ja aller Voraussicht nach auch ein Namens- und Kontaktverzeichnis aller Besucherinnen und Besucher zu erstellen sein, um etwaige Infektionsketten nachvollziehen zu können. Auch nehmen wir derzeit an, dass die Mundschutzregelung für Publikum ähnlich wie im Biergarten handzuhaben sein wird, d.h. man betritt Gelände / Gebäude mit Mundschutz und setzt sich auf seinen Platz, wo man ihn dann für die Dauer des Sitzens abnehmen kann. Z.B. beim Gang auf die Toilette setzt man ihn wieder auf.

  1. Hygienekonzept für Proben

Als Grundlage für die Erstellung von Hygienekonzepten für den Probenbetrieb legen wir euch folgende Links nahe:

Bund Deutscher Amateurtheater „Pandemiesicher Agieren im Theater“ (Stand: 18. Mai 2020)
VBG-Handlungshilfe „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard – Empfehlungen für die Branche Bühnen und Studios für den Bereich: Probenbetrieb“ (Stand: 07. Mai 2020)
Mustervorlage „Hygienekonzept für Chöre“ des Schwäbischen Chorverbandes e.V. (bitte auf der Seite runterscrollen, es handelt sich um ein Worddokument zum Download)
Hygienekonzept Die Koralle Bruchsal (vielen Dank an LABW-Vizepräsident und -Künstlerischen Leiter Marcus Joos für die Bereitstellung!)


Falls ihr in den kommenden Monaten proben möchtet / müsst, lest euch diese Dokumente bitte sorgfältig durch, um euch mit den Vorschriften, möglichen Umsetzbarkeiten vertraut zu machen sowie ein Gefühl für die Stoßrichtung des Infektionsschutzes zu bekommen!

Trotzdem kurz herausgreifen möchten wir folgende Aspekte: Bitte bedenkt, die An- und Abreise der Beteiligten zu koordinieren, sodass sie z.B. zeitlich versetzt eintreffen und vermeidet Fahrgemeinschaften (außer bei Angehörigen desselben Haushaltes). Bitte bedenkt ebenso ein Wegekonzept für Räumlichkeiten, das die Wahrung des Mindestabstandes sicherstellt, und sorgt für die Möglichkeit, sich regelmäßig die Hände zu waschen sowie für Papierhandtücher, idealerweise sogar für einen mobilen Seifen- oder Desinfektionsspender. Denkt an die regelmäßige Reinigung von Türklinken, Lichtschaltern, den Sanitäranlagen: Kurz gesagt von allem, was von mehreren Personen angefasst wird. Tragt während der Probe alle einen Mund-Nase-Schutz. Bitte beachtet die Raumgröße: Jeder/m Spielenden sollte ein Fläche von 10 bis 40 m² zur Verfügung stehen, in die niemand anderes eintritt, d.h. näher als 1,5 m kommt. Je größer die Fläche für jede/n Einzelne/n, desto besser: Ihr werdet hierfür selbst ein Gefühl entwickeln müssen – statische Szenen, in denen die Darstellenden sitzen bleiben und ruhig sprechen, verlangen einen anderen Abstand, um einander vor Aerosolen zu schützen, als dynamische, bei denen sie sich viel bewegen, laut sprechen und ggf. spucken. Von der Unterschreitung des Mindestabstandes ist – auf der Bühne wie im Leben – dringend abzuraten; wenn sie sich nicht vermeiden lässt, dann ist sie möglichst kurz zu halten und nur möglich, wenn Sich-näher-Kommenden einen Mund-Nase-Schutz UND ein Visier tragen, noch besser, wenn eine Scheibe zwischen ihnen ist. Dazu die VBG-Handlungshilfe, S. 3 „[Der Abstand] kann durch geeignete technische Schutzmaßnahmen (z.B. Schutzscheiben) reduziert werden. Mund-Nasen-Bedeckungen oder Mund-Nase-Schutz stellen keine Alternative zu technischen oder organisatorischen Schutzmaßnahmen dar.“ In geschlossenen Räumen ist regelmäßiges Lüften essentiell, mindestens alle 60 Minuten. Falls möglich, ist das Proben draußen unter Einhaltung der Abstandsregelungen zu empfehlen. Beachtet hier jedoch: Die aktuelle Verordnung erlaubt zwar die Zusammenkunft von bis zu 20 Personen auf einem anmietbaren Gelände unter freiem Himmel, allerdings können dann bei Regen z.B. nur 10 davon wieder in das zugehörige Gebäude hinein.


Abschließend nochmals unser Appell: Bitte arbeitet die Vorlagen sorgfältig durch und entscheidet besonnen, ob sich der Aufwand für euch lohnt bzw. ob Proben in den kommenden Wochen und Monaten unter diesen Bedingungen vonnöten sind. Alternative Formate wie Stationentheater oder Stücke mit Kleinstbesetzung sind, insofern möglich, auf jeden Fall zu präferieren. Der Infektionsschutz beginnt mit dem Spielplan. Wir sehen und wissen, wie herausfordernd das Erfüllen dieser Anforderungen für uns ehrenamtlich Engagierte ist, sowie die wirtschaftlichen Zwänge, die viele von euch dazu zwingen, dieses Jahr eben nicht als reines „Übergangsjahr“ abzuschreiben. Wir arbeiten jeden Tag im Austausch mit Verwaltung und Politik dafür, diese Realität der Sachzwänge zu vermitteln. Dem Virus sind diese allerdings leider egal: Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, dass diese Maßnahmen keine aus der Luft gegriffene Schikane sind, sondern die Gesundheit jedes und jeder Einzelnen schützen und ein flächendeckendes Wiederaufflammen der Pandemie verhindern sollen.

 

  1. Fördermittel

    - Das für uns zuständige Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst arbeitet seit Mitte März daran, eine Regelung zu finden, mit der unter Berücksichtigung der Landeshaushaltsordnung die Auszahlung der bereits eingegangenen Förderanträge aus dem Frühjahr möglich ist (auch der Projekte, die nicht durchgeführt werden konnten). Wir halten alle Antragssteller_innen hierzu auf dem Laufenden. Auch für die Gelder für unsere zweite Förderrunde im Herbst haben wir die lose positive Aussicht, dass sie wohl werden ausgeschüttet werden können. Darüber hinaus wird die Landesregierung in den nächsten Wochen einen Hilfstopf für alle unsere Mitgliedsbühnen, die von der Pandemie und den dazugehörigen Regelungen betroffen sind, ausschütten. Wie hoch die Summen sein und wie die Modalitäten aussehen werden, erfahrt ihr von uns, sobald wir mehr wissen.

    - Für die großen Freilichtbühnen soll eine gesonderte Lösung gefunden werden, damit eine Finanzhilfe in dieser Saison in der kommenden Spielzeit keine neuen Löcher reißt. Wenn es definitive Neuigkeiten gibt, teilen wir sie euch mit.

    - Das Soforthilfeprogramm des Landes Baden-Württemberg für Unternehmen und Solo-Selbstständige läuft am 31. Mai aus, soll aber voraussichtlich nochmal um drei Monate verlängert werden. Bitte schaut regelmäßig auf die Websites der Landesregierung, des Wirtschaftsministeriums oder auf unseren Websites www.amateurtheater-bw.de sowie www.vereintzusammen.info nach Neuigkeiten hierzu.

    - Für kreative Kulturprojekte, die unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln bis Mitte September realisiert werden können, hat das Wissenschaftsministerium das Programm „Kultur Sommer 2020“ aufgelegt. Für coronabedingte Umbauten und Investionen in Kultureinrichtungen stellt der Bund über das Programm „NEUSTART“ Zuschüsse bereit.


Bei Fragen könnt ihr uns wie gewohnt jederzeit gerne erreichen.

Bleibt gesund, passt auf euch und auf einander auf!
Herzliche Grüße

das Team der LABW-Geschäftsstelle


April 2020: Allerlei Vorlagen und Links

Hier finden Sie das Hilfsprogramm des Landes Baden-Württemberg: https://wm.baden-wuerttemberg.de/…/list…/soforthilfe-corona/

Übersicht zu Hilfen in ganz Deutschland: https://padlet.com/kreativedeutschland/zu41puas9yk3

Zahllose weitere nützliche Infos, Links und Vernetzungsmöglichkeiten für Vereine in der Krise unter https://vereintzusammen.info/

 


Vorlage "Soforthilfe Corona" für Amateurtheater PDF

Vorlage Liquiditätsplan Amateurtheater Excel

Vorlage "Appellbrief" (Word / PDF)
Vorlage "Spendenaufruf" (Word / PDF)
Vorlage "Wie funktioniert ZOOM" (Word / PDF)

Verordnung Landesregierung (Stand: 26. Mai 2020)

LABW_Info/Informationen zu COVID 19 für Amateurtheater und Freiberufliche KünstlerInnen 1

LABW Info/ Informationen zu COVID 19 für Amateurtheater und Freiberufliche KünstlerInnen 2

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